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Architektur und Technik kommunaler Telekommunikationsnetze

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A.1. Anhang




A.1.5. Wissenschaftliche City-Netz-Projekte


Braunschweig

Berlin (BRAIN)
1. Wer sind die Initiatoren des City-Netzes?


Die Leiter der wiss. Einrichtungen in der Region Braunschweig. Die Berliner Wissenschaft vertreten durch die vom Senat eingesetzte BRAIN-Planungsgruppe, an der je ein Vertreter aus den drei Universitäten (FUB, HUB und TUB) und dem ZIB teilnehmen. Leiter dieser Gruppe ist z.Z. die HUB.
2. Wer ist/sind die/der Träger des Netzes? z.Zt. noch der DFN-Verein, da Teilnehmer teils Bundeseinrichtungen teils Landesein-richtungen, teils GmbHs sind. Das Lichtwellenleiternetz wird vom Land Berlin vertreten durch SennImu bzw. SenWissFor realisiert und bezahlt. Die Komponenten werden aus der Wissenschaft finanziert (teilweise über Fördermittel des BMBF). Es gibt keinen offiziellen Träger des Netzes.
3. Welche Organisatsions-
form wurde gewählt?
z.Zt. sind alle Teilnehmer noch Vertragspartner gegenüber dem DFN-Verein; es soll eine regionale Organisation angestrebt werden. Form noch unklar. Keine. Das Netz ist nicht gewinnorientiert ausgelegt, es ist nur für die Wissenschaft aufgebaut.
4. Wer ist der Netzbetreiber?Telekom AG und Versorgungs AG der Stadtwerke Über die BRAIN-Planungsgruppe wird der Betrieb koordiniert, mit Absprache mit DFN-Verein (NOC) und den teilnehmenden Berliner wissenschaftlichen Einrichtungen.
5. Wer sind die Endnutzer?TU, PTB, Forschungsanstalt f. Landwirtschaft, Biologische Bundesanstalt, Gesellschaft f. Biotechnologische Forschung, Bundesamt f. Strahlenschutz Salzgitter, FH Wolfenbuettel, Herzog-August-Bibliothek Wolfenbuettel, Deutsche Betriebsgesellschaft für Endlagersysteme in Peine + Win-Shuttle Institute, Universitäten, Schulen
6. Wieviele Endnutzer sind z.Z. angeschlossen? siehe 5; die TU hat z.B. > 1600 angemeldete Mitarbeiter und Studenten, die über den TU-Telefonzugang sich einwählen können. acht:

3 Universitäten mit zahlreichen Fachbereichen und Klinika, ZIB, HMI, FhG-ISST, Technische Fachhochschule, Wissenschaftskolleg (Stand: Ende Mai), weitere in Realisierung

7. Welche Dienste werden z.Z. angeboten? z.Zt. nur Internet-dienstealle im Internet üblichen, da das BRAIN einen Übergang ins B-WIN hat.
8. Sind weitere Dienste geplant? Wenn ja, welche? z.Zt. noch nichtnein
9. Besteht Internet Zugang? Provider? ja, DFNja, DFN-Verein
10. Ist eine Vernetzung mit anderen City-Netzen geplant? soweit sind wir noch nichtNur im Rahmen des B-WIN.




Braunschweig

Berlin (BRAIN)
11. Wie groß ist die geographische Ausdehnung des Netzes?

ca. 25 - 30 km DurchmesserBerlinweit
12. Welche Netzwerk

architektur liegt vor?

z.Zt. Stern mit zentralem RouterInnenring mit Stichstrecken (Ziel ist: vermaschte Ringe)
13. Welche Verteiltechnik wird verwendet? Datendirektverbindungen über konventionelle Cu-Kabel Lichtwellenleiter
14. Welche Übertragungs-
technik wird eingesetzt?
TCP/IPATM (155 Mbit/s)
15. Welche Datenübertrag-
ungsgeschwindig-
keiten werden erreicht?
128 kbit/s und 2 Mbit/s; am zentralen Router: FDDI (100 Mbit/s) 155 Mbit/s
16. Welcher Leitungskode wird eingesetzt?
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17. Ist ein weiterer Ausbau der Übertragungs-
geschwindigkeiten /-bandbreiten im Hinblick auf neuartige Breitband- und Echtzeitanwend-
ungen geplant?
Wenn wir jemanden zur Finanzierung gewinnen, ... immer !! Falls Mittel vorhanden sind irgendwann mal 622 Mbit/s ATM.
18. Wer stellt die benötigte Infrastruktur zur Verfügung? Wer die günstigsten Angebote macht: Telekom, Stadtwerke, Gasversorger, Kabelcom (z.Zt. als Kabel-TV-Versorger tätig) Das Land Berlin
19. Wird vorwiegend auf bestehende Infrastruktur zurückgegriffen? z.Zt. noch; es wird bei Bedarf auch neue LWL gelegt. Nein, da keine bestehende existiert.
20. Wir das Netz durch Landesmittel unterstützt? Nein!!ja




Braunschweig

Berlin (BRAIN)
21. Wer ist für die Kosten des Netzaufbaues aufgekommen? Die unter 5) aufgeführten Einrichtungen Das Land Berlin (LWL), Komponenten (BMBF (aus Projekten) und die Einrichtungen selbst.
22.Wer finanziert den laufenden Netzbetrieb?

Siehe Antwort 21)Das Land Berlin, die teilnehmenden Einrichtungen
23. Wie werden die Kosten für den Netzbetrieb auf den Endbenutzer umgelegt? noch nicht; Finanzierung durch Haushalts-
mittel der unter 5) genannten Einrichtungen
Hoffentlich gerecht und nicht gewinnorientiert ! z.Z. muß der Endbenutzer seine Anbindung an BRAIN bezahlen (sowohl LWL als auch Komponenten), zzgl. kommen Kosten für den Internetanschluß (B-Win) auf ihn zu, die derzeit noch nicht vorliegen.
24. Welche Erfahrungen haben sie bisher mit Ihrem City-Netz gemacht? Läuft erst seit wenigen Tagen bis Wochen. Bisher alles ok.

(10.07.96)

Sehr gute. Die Geschwindigkeit ist zum Arbeiten sehr angenehm. Die ATM-Technik hat kaum Probleme bereitet. Der Betrieb des Netzes ist sehr viel billiger als wenn bei der Telekom entsprechende Übertragungswege gemietet wären.
25. Sonstige Bemerkungen und Anregungen. Dieses bisherige Netz der Braunschweiger Einrichtungen ist als Keimzelle für ein echtes City-Netz (Regional-Netz) mit einem lokalen Exchangepoint und mehreren überregionalen Providern anzusehen. Technischer Report über den Aufbau des BRAIN:

ftp://ftp.zib-berlin.de/pub/zib-publications/reports/TR-95-05.ps.Z

Bemerkungen:

Ich habe den Eindruck, daß Sie unter City-Netze gewinnorientierte Netze verstehen. Das BRAIN (Berlin Research Area Information Network) fällt nicht darunter. Es ist aus einem DFN Projekt "Regionale Testbeds" entstanden, in dem das Land Berlin die LWL eingebracht hat und der DFN-Verein die Hardware. Dieses Projekt läuft September '96 aus und das Berliner Regionale Testbed geht dann ins BRAIN über.








  
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