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Architektur und Technik kommunaler Telekommunikationsnetze

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ISBN: 3170211587   ISBN: 3170211587   ISBN: 3170211587   ISBN: 3170211587 
 
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I. Einleitung




Seit einigen Jahren drängen Kommunen und Städte in Deutschland auf den vielbeschworenen Milliardenmarkt Telekommunikation.

Vor dem Hintergrund eines gelockerten Netzmonopols und dem Wegfall des Sprachübertragungsmonopols der Telekom werden die Nutzungsmöglichkeiten kommunaler Kommunikationsnetze zunehmend interessant. Für viele Städte stellt sich bereits heute die Frage, wie sie mit vorhandener Netzinfrastruktur umgehen soll. Es ist abzuwägen, ob diese erweitert, erneuert, verkauft oder in einen neu entstehenden "Telekommunikationsmarkt" eingebracht werden soll. Viele Kommunen haben inzwischen die strategische Bedeutung von City-Netzen erkannt und der aktuellen Situation durch die Bereitstellung geeigneter Infrastrukturen und die Gründung von TK-Gesellschaften Rechnung getragen. Durch den Einstieg in die Informationsgesellschaft erhofft man sich insbesondere eine wirtschaftliche Stärkung der Region.

Nach einer Studie des Deutschen Städtetags würde ein Engagement einer Stadt im Bereich der Telekommunikation eine Menge Vorteile bringen. Neben dem Ausbau der städtischen Infrastruktur sind insbesondere zusätzliche Dienste für Verwaltung und Bürger von Interesse. Dazu kommen die Erweiterung der eigenen Kompetenz und handfeste wirtschaftliche Interessen.

Für die Städte gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihre Infrastrukturen zu vermarkten. Die einfachste Möglichkeit besteht darin, verhandene TK-Infrastrukturen auf den verschiedenen Ebenen zu vermieten, zu verpachten oder zu verkaufen. Es kann sich dabei z.B. um Leerrohre, Kabelschächte oder um freie Übertragungskapazitäten auf bereits verlegten Lichtwellenleitern handeln. Darüber hinaus kann die Stadt auch die Aufgabe eines Full-Service-Providers für Großkunden und Bürger übernehmen. Insbesondere in diesem Dienstleistungsbereich sind in Zukunft hohe Zuwachsraten zu erwarten.

Die nachfolgende Arbeit befaßt sich sowohl mit der Philosophie von City-Netzen als auch mit technischen Aspekten und Dienstaspekten. Es wird insbesondere auch versucht, einen Überblick über die Aktivitäten der Kommunen zu vermitteln.

I.1. Aufgabenstellung

Mit dem Begriff City-Netz werden in Deutschland die unterschiedlichsten Netze, Techniken und Konzepte assoziiert. Um eine einheitliche Diskussionsgrundlage zu haben, soll der Begriff City-Netz zunächst definiert werden. Dabei soll das Konzept bzw. die zugrundeliegende Idee von City-Netzen herausgearbeitet werden und die verschiedenen Ausprägungen von City-Netzen in Deutschland gegenübergestellt werden.

Da aus wirtschaftlicher Sicht eine Direktanbindung der Bürger an ein City-Netz in der Regel nicht in Frage kommt, sollen darüber hinaus Techniken beschrieben werden, die unter Verwendung des vorhandenen Telefonanschlußnetzes Hochgeschwindigkeitsanbindungen ermöglichen. Hier sind insbesondere die Digital-Subscriber-Line-Technologien zur Überbrückung der sog. "letzten Meile" von Interesse.

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Identifikation und Beschreibung von möglichen City-Netz-Diensten. Neben einer Kurzbeschreibung der verschiedenen Dienste sollen die Dienstanforderungen an die zugrundeliegende Infrastruktur beleuchtet werden.

Desweiteren soll eine Bestandsaufnahme zu laufenden City-Netz-Projekten in Deutschland vorgenommen werden. Die einzelnen Projekte sind nach verschiedenen Kriterien gegenüberzustellen und nach ihrer jeweiligen Ausprägung zu klassifizieren. Einzelne Projekte sollen exemplarisch im Detail vorgestellt werden.

I.2. Vorbemerkungen

Kapitel 1 befaßt sich mit der Definition von Citz-Netzen und ihren spezifischen Charakteristika und Zielen. Darüber hinaus werden verschiedene City-Netz-Ausprägungen vorgestellt. Anschließend wird auf die Geschichte der City-Netze näher eingegangen. Ein weiterer Schwerpunkt des Kapitels liegt auf der Beschreibung von City-Netz-Diensten. Zunächst werden verschiedene Klassifikationsmöglichkeiten von City-Netz-Diensten diskutiert. Nach einer Aufzählung von möglichen Diensten und ihrer Kurzbeschreibung wird auf die Dienstanforderungen einzelner Dienste an die zugrundeliegende Infrastruktur eingegangen. Am Ende des 1. Kapitels werden noch, ausgehend von bereits existierenden Netzen, Probleme und Möglichkeiten zur Realisierung von Diensten untersucht.

Das 2. Kapitel befaßt sich ausschließlich mit verschiedenen Technologien, die für den City-Netz-Bereich interessant sind. Der erste Schwerpunkt liegt hier in der Beschreibung der sogenannten DSL-Technologien. Es wird ausführlich auf die Entwicklung der einzelnen Technologien eingegangen und die Vor- und Nachteile gegenübergestellt. Nach einer grundsätzlichen Einführung von DSL-Technologien werden HDSL, ADSL und VDSL näher betrachtet.

Des weiteren werden ISDN und ATM basiertes B-ISDN vorgestellt. Zum Schluß wird noch kurz auf DQDB eingegangen. Hier muß allerdings angemerkt werden, daß DQDB inzwischen von ATM überrundet wurde und international kaum noch eine nennenswerte Rolle spielt. In Deutschland spielt es deshalb noch eine gewisse Rolle, weil die Datex-M-Netze der Telekom auf dieser Technologie basieren.

Kapitel 3 gibt einen Überblick über laufende deutsche City-Netz-Projekte. Die einzelnen Projekte wurden im Rahmen einer Fragebogenaktion näher untersucht und nun bzgl. der verwendeten Techniken, Architekturen und Diensten gegenübergestellt. Es wird eine Einteilung der Projekte nach den in Kapitel 1 vorgestellten Ausprägungen vorgenommen und anschließend einige Projekte exemplarisch näher beschrieben. Um auch ausländische Entwicklungen nicht ganz außer Acht zu lassen, wird am Ende des Kapitels eine Übersicht über ausländische City-Netze gegeben und das Blacksburg Electronic Village exemplarisch

vorgestellt.

Kapitel 4 befaßt sich mit den konzeptuellen Überlegungen zu einem geplanten City-Netz für Kaiserslautern. Anhand eines logischen Netzplanes werden verschiedene geplante Komponenten des Netzes näher beschrieben.








  
Siehe auch:
Sonstige Artikel:
Sozialgesetzbuch: Bücher I-XII. Allg. Teil, Grundsicherung, Arbeitsförderung, Gem. Vorschriften, Kranken-, Renten-, Unfallvers., Kinder-/Jugendhilfe, ... PflegeVers., Sozialhilfe
von Bertram Schulin
Rechtsvorschriften in Nordrhein-Westfalen (ohne Fortsetzungsnotierung) inkl. 63. Ergänzungslieferung: Sammlung des in Nordrhein-Westfalen geltenden Bundes- und Landesrechts
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