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| ISBN: 3772351069 ISBN: 3772351069 ISBN: 3772351069 ISBN: 3772351069 | ||||||||||||||||||||||||||||
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![]() Kapitel 2: Technologien im Überblick![]()
2.2. Ein Überblick über HDSL
Neuartige DSL-Technologien setzen hier zunehmend ungenutze Kapazitäten in bestehenden Telefonnetzen frei. HDSL und seine Nachfolger stellt eine neue Methode zur Übertragung digitaler Daten über twisted pair Kupferleitungen dar. Früher wurden einzelne Häuser und Firmen mit der Zentrale ihrer Telefongesellschaft über eigene T1/E1-Leitungen verbunden. Solche T1/E1 Leitungen bestanden aus 24 bzw. 30 Telefonleitungen und waren einer digitalen Pipeline vergleichbar. Im einfachsten Fall handelte es sich bei T1/E1-Systemen um einfache 1,544 Mbit/s bzw. 2,048 Mbit/s-Systeme, welche für eine breite Palette von öffentlichen und privaten Kommunikationsdiensten eingesetzt werden konnten, jedoch aus heutiger Sicht sehr langsam waren.
Die physikalischen Eigenschaften von Kupferkabeln machen die Hochgeschwindigkeitsübertragung
schwierig. Da jedoch insbesondere aus wirtschaftlichen Gründen
der Einsatz von Kupferkabeln geboten war, entwickelten Ingenieure
eine Möglichkeit, Signale mit einer relativ hohen Geschwindigkeit
über Kupferkabel zu senden. Die Grundidee bestand darin,
Repeater einzusetzen - es entstand das sogenannte repeatered T1/E1.
2.2.2. repeatered T1/E1
Angesichts dieser Nachteile suchte man nach besseren Methoden der Datenübertragung und in den späten Achtzigern wurde in den Laboratorien von Bellcore HDSL geboren.
2.2.3. Die Geburt von HDSL ...
Ursprünglich verlief die Entwicklung von HDSL sehr langsam, sobald jedoch die Preise fielen, entwickelte sich die Methode zu einer der schnellsten und kostengünstigsten Verfahren. Für diesen gravierenden Durchbruch waren insbesondere zwei Eigenschaften von HDSL verantwortlich.
Zum einen spielten die adaptiven Fähigkeiten von HDSL eine
entscheidende Rolle, die Signalqualitäten vergleichbar zu
Lichtwellenleitern garantierte. Zum anderen konnten Dienste nun
innerhalb weniger Stunden statt mehrerer Wochen angeboten werden,
da keine Leitungsmodifizierungen mehr nötig waren [3].
2.2.4. Wie HDSL prinzipiell arbeitet ...
Die durch HDSL erreichte Übertragungsqualität ist der von Lichtwellenleitern her bekannten vergleichbar. Letztlich liefert HDSL produktivere Dienste zu reduzierten Kosten, da die Übertragungsrate ohne Verwendung von Repeatern vervierfacht wird. Zum Betrieb einer HDSL-Leitung wird eine HDSL-Karte in der Zentrale angebracht und eine weitere Karte beim Kunden installiert. Die Systeme verwenden komplexe digitale Signalverarbeitungstechniken. HDSL sendet seine Signale mit normaler "Stärke". Die einzigartige Fähigkeit von HDSL liegt darin die Signalintegrität, angesichts der schlechten Übertragungseigenschaften von Kupfer, zu erhalten oder wiederherzustellen. Es wird ein mathematisches Modell der Kupferleitungen erzeugt, das dem Übertragungsgerät erlaubt, präzise die im Hochfrequenzbereich auftretenden Störungen auf Kupferleitungen zu kompensieren. Diese Anpassung wird kontinuierlich durchgeführt, so daß das Übertragungssignal auch dann nicht abnimmt, wenn sich die Leitung oder die Umgebungsbedingungen ändern.
HDSL stellt die ideale Lösung dar, wenn verstreut liegende
Gebäude und Nutzer verbunden werden müssen und Zeit,
Geld und Leistung die signifikanten Faktoren darstellen.
2.2.5. HDSL-Technik
Bild 2.2.5.1. Prinzipielle HDSL-Systemstruktur
für eine 2048 Mbit/s-Vierdraht-Doppel-Duplex-Übertragung
In Bild 2.2.5.1. wird die prinzipielle HDSL-Systemstruktur nach ETSI für eine 2,048 Mbit/s-Vierdraht-Doppel-Duplex-Übertragung skizziert [5], [12]. Die Leistung eines HDSL-Systems hängt stark von der Gestaltung der Transceiver - kombinierte Sender-Empfänger - ab. Für den Fall der Basisbandübertragung ist die prinzipielle Struktur eines Transceivers in Bild 2.2.5.2. dargestellt.
Werden beim Anschlußmultiplexer die Hin- und Rückrichtung
der quaternären 2,048-Mbit/s-Übertragung getrennt über
zwei Doppeladern geführt, erreicht man eine bidirektionale
Signalübertragung in Frequenzgleichlage auf jeder Doppelader.
Für die Richtungstrennung wird neben der eingezeichneten
Gabelschaltung noch ein Echokompensator benötigt. Der Echokompensator
stellt eine Signalentkopplung von Sende- und Empfangssignal sicher.
Dazu produziert er ein Abbild des Echos vom zu übertragenden
Signal, welches anschließend vom Empfangssignal subtrahiert
wird.
Bild 2.2.5.2. Prinzipieller Aufbau eines Transceivers
für Basisbandübertragung
[5],
[12]
Die Struktur eines HDSL-Systems besteht aus einem Leitungsendgerät LT und dem Netzabschluß NT. Dieses System wird von ETSI in einen anwendungsspezifischen Teil und einen mit Kern bezeichneten Teil aufgeteilt, vgl. Bild 2.2.5.1..
Dies ist vor allem im Hinblick auf zukünftige Erweiterungen
des Systems günstig. Im anwendungsspezifischen Teil werden
die Schnittstellen vermittlungs- und teilnehmerseitig festgelegt.
Der Anpassung an die festliegenden HDSL-Rahmen dient die Bildung
anwendungsspezifischer Formate von Anwendungs- und Kern-Rahmen.
Der anwendungsunabhängige Kern schließlich enthält
alle zur Übertragung benötigten Komponenten. Für
jede Leitungsschleife wird ein definierter HDSL-Rahmen gebildet,
der sich aus Nutzinformationen sowie Zusatzinformationen (Overhead)
zusammensetzt. Zur Rahmensynchronisation wird ein aus sieben Symbolen
bestehender Barker Code verwendet, der am Anfang jedes HDSL-Rahmens
steht. Schon seit längerem sind für die Dreifach-Duplex-Übertragung
Transceiver mit Übertragungsraten von 784 kbit/s bzw. jetzt
auch schon mit 1168 kbit/s auf dem Markt. Diese verwenden vorwiegend
eine störungsprädikative quantisierte Rückkopplung
wie beim Anschlußleitungsmultiplexer. Es werden hier Reichweiten
auf 0,4 mm Kupfer bis zu 3 km ohne Verwendung von Repeatern erreicht.
2.2.6. Die Vorteile von HDSL ...
Durch die verwendete fortschrittliche Elektronik ist HDSL sehr resistent gegenüber Nebensprechen und andere Störungen; es werden Signalqualitäten vergleichbar zu Lichtwellenleitern mit Fehlerraten von 10e-10 erzielt.
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