|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ISBN: 3778528912 ISBN: 3778528912 ISBN: 3778528912 ISBN: 3778528912 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
Wir empfehlen: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Kapitel 2: Technologien im Überblick![]()
Wurden bei der Einführung von ISDN bisher im Prinzip nur
schmalbandige Anwendungen unterstützt, so wird mit der Weiterentwicklung
des ISDN zum Breitband-ISDN den wächsenden Anforderungen
bezüglich höherer Bitraten Rechnung getragen. B-ISDN
ermöglicht die Integration aller schmal- und breitbandigen
Kommunikationsformen (Fernsprechen, Daten-, Textkommunikation,
Videokonferenz, Bildfernsprechen) in einem Universalnetz. Aus
wirtschaftlichen Gründen wurde bisher die Individualkommunikation
von den Breitbandverteildiensten (Kabelfernsehen, Rundfunk) getrennt.
Auch in diesem Bereich ist längerfristig ein Zusammenwachsen
der zugrundeliegenden Netze in das Integrierte Breitbandfernmeldenetz
zu erwarten. Mit der Einführung des Asynchronen Transfer
Mode sind bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen
worden.
Bild 2.5.1.1. Weiterentwicklung des ISDN [21]
Da ISDN im wesentlichen auf bestehende Fernmeldeinfrastrukturen
zurückgreift, ist es kein streng einheitlich spezifiziertes
Netz. Betreiber nationaler Netze können eigene ISDN-Varianten
in einem durch die ITU-T vorgegeben Rahmen entwickeln. Bereits
1993 wurde für Europa das EURO-ISDN eingeführt. Für
diese ISDN-Variante wurden einheitliche Schnittstellen und D-Kanal-Protokolle
festgelegt. Das ETSI hat basierend auf den ITU-T-Empfehlungen
eine europäische Spezifikation abgeleitet, deren Basis aus
folgenden Vorgaben besteht:
2.5.3. ISDN-Basisanschluß
Bild 2.5.3.1. Der ISDN-Basisanschluß
[19]
Die Teilnehmerschnittstelle des ISDN-Basisanschlusses ist international
genormt und unter dem Begriff S0-Schnittstelle bekannt. Sie ist
als passiver Bus ausgelegt, an den bis zu acht gleichartige oder
verschiedene Endeinrichtungen angeschlossen werden können.
Von diesen acht Endeinrichtungen können allerdings immer
nur zwei gleichzeitig genutzt werden.
2.5.4. ISDN-Primärmultiplexanschluß
Bild 2.5.4.1. Der ISDN-Primärmultiplexanschluß
[19]
2.5.5. Das ISO/OSI-Basisreferenzmodell
Um diesem Mißstand abzuhelfen, entwickelte die ISO eine
Vielzahl von OSI (Open System Interconnection)-Standards für
den Informationsaustausch zwischen offenen Systemen. Systeme die
diesen OSI-Standards genügen, können sehr einfach
miteinander kommunizieren. Wegen der großen Anzahl der OSI-Standards
wurde ein Einteilungsprinzip geschaffen, das diese Standards in
sieben hierarchischen Schichten anordnet und ihre gegenseitigen
Beziehungen festlegt - das OSI-Basisreferenzmodell. Dieses Architekurmodell
betrachtet ausschließlich Belange der Interaktion zwischen
offenen Systemen. Es wird insbesondere keine Aussage über
das interne Verhalten der Systeme getroffen. Systeme, die untereinander
kommunizieren wollen, können von unterschiedlichen Herstellern
stammen und ganz unterschiedliche Betriebssysteme verwenden. Ausschlaggebend
für eine Interaktion sind die nach OSI standardisierten Kommunikationsschnittstellen
nach außen und die Schnittstellen der physikalischen Systemkomponenten
untereinander.
Bild 2.5.5.1. Das ISO/OSI-Basisreferenzmodell
[23],
[22]
Die Kommunikation wird streng in funktionale Schichten gegliedert.
Die Funktionalitäten der Schichten 1 bis 4 umfassen im wesentlichen
Transportfunktionen. Diese garantieren einen fehlerfreien Datentransport
zwischen den Kommunikationsteilnehmern. Die Schichten 1 bis 3
sind dabei hardwareabhängig, während die Schicht 4 quasi
als Anpassungsschicht fungiert. Die Schichten 5 bis 7 beschreiben
Anwendungsprotokolle und bauen auf die Dienste der darunter liegenden
Schichten auf. Schichten verwenden Dienste der zugrundeliegenden
Schicht und erbringen Dienste für die darüberliegende
Schicht.
Im folgenden werden die dezidierten Aufgaben der einzelnen Schichten
kurz zusammengefaßt: Schicht 1: Bitübertragungsschicht
Die Bitübertragungsschicht stellt ungesicherte Verbindungen
zwischen Systemen für die Übertragung von Bits zur Verfügung.
Sie befaßt sich zudem mit Fragen der Kodierung, Modulation
sowie der Betriebsart. Alle elektrotechnischen Fragen sind im
Prinzip hier anzusiedeln. Schicht 2: Sicherungsschicht Die Sicherungsschicht erkennt und korrigiert Fehler in der Datenübertragung, d.h. sie verbessert eine ungesicherte Schicht-1-Verbindung auf Teilstrecken. Zur Realisierung dieses Dienstes erbringt sie Funktionalitäten zur Übertragung von Rahmen, zur Strukturierung empfangener Bitfolgen, zur Fehlererkennung und -behandlung sowie zur Flußkontrolle. Schicht 3: Vermittlungsschicht
Die Schicht 3 transportiert Pakete über die Teilstrecken
des Netzes von Endsystem zu Endsystem, sie ist also für Paketvermittlung
und -routing zuständig. Die Vermittlungsschicht stellt sowohl
verbindungslose, unzuverlässige als auch verbindungsorientierte
Kommunikation zur Verfügung. Schicht 4: Transportschicht
Die Transportschicht erstellt, entsprechend der Anforderungen
der Applikationen hinsichtlich der Übertragungsqualität,
Aufträge an die darunterliegenden Schichten und gleicht ungenügende
Leistungen dieser Schichten ggf. aus. Die Transportschicht muß
also in der Lage sein, Defizite des zugrundeliegenden Netzwerkes
auszugleichen und einen best-effort- Transportdienst anzubieten.
Wesentliche Funktionalitäten der Schicht 4 zur Erbringung
dieses Transportdienstes sind:
Schicht 5: Sitzungsschicht
Die Sitzungsschicht regelt den Betriebsablauf einer Sitzung, d.h.
sie regelt den Gesprächswechsel zwischen zwei Kommunikationspartnern
und übernimmt Synchronisationsaufgaben indem sie z.B. geeignete
Sicherungspunkte zum Wiederaufsetzen einer unterbrochenen Verbindung
einführt. Schicht 6: Darstellungsschicht
In der Schicht 6 wird die Transfersyntax zwischen den Teilnehmern
festgelegt. Neben der Kodierung und Dekodierung werden Funktionalitäten
zur Datenkompression und Datenverschlüsselung zur Verfügung
gestellt. Schicht 7: Anwendungsschicht
Die Anwendungsschicht übernimmt die Aufgabe der Lokalisierung
und Identifizierung bzw. Authentisierung von Kommunikationspartnern.
Darüber hinaus werden die Dialogform zwischen den Teilnehmern
festgelegt und geeignete Anwendungsprotokolle vereinbart. Typische
Schicht-7-Protokolle sind z.B. Ftp, SMTP, E-Mail oder RPC.
2.5.6. ISDN-Dienste ISDN-Dienste lassen sich i.a. in Übermittlungsdienste und Teledienste einteilen. Während die Übermittlungsdienste nur in den Schichten 1 bis 3 des OSI-Basisreferenzmodells standardisiert sind, sind die Teledienste in allen sieben Schichten standardisiert.
Bild 2.5.6.1. ISDN Tele- und Übermittlungsdienste
[19] Sowohl die Übermittlungsdienste als auch die Teledienste werden direkt vom Netz unterstützt, d.h. Endgeräte können einen bestimmten Dienst anfordern. Angeschlossene Server können zudem weitere Leistungen oder Dienste erbringen, hier spricht man von sogenannten Mehrwertdiensten. Der Zugriff auf Mehrwertdienste erfolgt auch hier über die durch das Netz unterstützen Dienste.
Übermittlungsdienste entsprechen im Prinzip den durch die
Schichten 1 bis 3 festgelegten Transportdiensten nach OSI. Die
Schichten 4 bis 7 können durch die Kommunikationspartner
frei ausgefüllt werden.
2.5.6.1 Übermittlungsdienste
Tabelle 2.5.6.1.1. Leitungsvermittelte Übertragungsdienste
vs. Paketvermittelte Übertragungsdienste [19]
2.5.6.2 Teledienste
Neben den Übermittlungsdiensten wird eine begrenzte Anzahl
von Telediensten unterstützt. Folgende Tabelle gibt einen
Überblick über bisher festgelegte Teledienste:
Tabelle 2.5.6.2.1. Teledienste [19]
2.5.6.3. Dienstmerkmale
Tabelle 2.5.6.3.1. gibt einen Überblick:
Tabelle 2.5.6.3.1. Leistungsmerkmale von Telediensten und Übermittlungsdiensten [19]
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Back to the topic site: StudyPaper.com/Startseite/Wissenschaft/Naturwissenschaften/Technologie External Links to this site are permitted without prior consent. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Home | deutsch | Set bookmark | Send a friend a link | Copyright © | Impressum | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||