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Architektur und Technik kommunaler Telekommunikationsnetze

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Kapitel 3: Kommunen online ...




3.1. Einleitung

Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird versucht, einen Überblick über laufende City-Netz-Projekte zu vermitteln. Die Projekte sollen bzgl. der verwendeten Techniken, der zugrundeliegenden Architektur und des Anwenderprofils gegenübergestellt werden. Dabei werden schwerpunktmäßig City-Netze in Deutschland betrachtet.

Um jedoch ausländische Entwicklungen nicht außer Acht zu lassen, wird im Unterkapitel 3.4. auch eine Übersicht ausländischer City-Netz-Projekte gegeben und es werden einige davon näher vorgestellt.

Als ich mit meinen Recherchen begann, wußte auch ich noch nicht sehr viel über City-Netze. Aufgrund von Gesprächen mit meinen Betreuern und den konzeptionellen Überlegungen für ein City-Netz in Kaiserslautern erstellte ich in der Anfangsphase meiner Arbeit einen Fragenkatalog, den ich als Grundlage zur Gegenüberstellung der Projekte verwenden wollte. In einem ersten Schritt mußte ich die verantwortlichen Projektleiter von City-Netz-Projekten vor Ort ermitteln. Zunächst versuchte ich die benötigten Informationen über verschiedene WWW-Suchdienste zu beschaffen. Eine Suche nach verschiedenen Stichworten erwies sich jedoch als nicht sehr ergiebig; also beschloß ich ein Rundschreiben an verschiedene mailing-Listen zu richten, mit der Bitte, mir Ansprechpartner von laufenden City-Netz-Projekten zu vermitteln. Die Anfragen an die FIfF- und KIF-mailing-Listen waren ein voller Erfolg. Bereits nach wenigen Stunden lagen die ersten Antworten und Tips vor. Aufgrund der eingehenden E-Mails, die unter anderem auch URLs von City-Netz-WWW-Servern beinhalteten, konnte ich über das WWW gezielter suchen. Nachdem ich wußte, welche Institutionen in den verschiedenen Städten mit der Betreung von City-Netz-Projekten beauftragt waren, schrieb ich die Verantwortlichen kurzerhand an. Als Anlage verschickte ich jeweils den oben erwähnten Fragebogen. Während ich auf meine E-Mails recht große Resonanz hatte, blieben die meisten schriftlichen Anfragen leider unbeantwortet oder es wurde mir mitgeteilt, daß man nicht der richtige Ansprechpartner wäre. Darüber hinaus wurde mir oft gesagt, daß aus wirtschaftlichen und politischen Gründen keine Angaben zu den von mir gestellen Fragen gemacht werden könnten. So arbeitete ich mich durch die Ämter und Behörden bis ich endlich die richtigen Ansprechpartner gefunden hatte. Insgesamt habe ich ca. 60 Anfragen verschickt. Am Ende hatte ich ein Ausbeute von ca. 18 ausgefüllten Fragebögen. Darüber hinaus bekam ich zu einigen Projekten interessante weiterführende Literatur. Bei der Durchsicht der eingegangenen Fragebögen mußte ich feststellen, daß die Meinungen über City-Netze und die Architekturen von City-Netzen sehr stark auseinandergehen. Ich war bei der Erstellung des Fragenkatalogs implizit von einer bestimmten Architektur ausgegangen, so daß nicht jeder City-Netz-Betreiber alle Fragen beantworten konnte.

Wie bereits erwähnt, lag das Hauptproblem bei der Informationsbeschaffung darin, daß City-Netze sowohl einen politischen als auch wirtschaftlichen Faktor darstellen, so daß nicht jeder Betreiber sich in seine Karten schauen lassen wollte. Man muß allerdings auch berücksichtigen, daß die meisten City-Netz-Projekte sich noch in der Planungsphase befinden und die Betreiber oft wirtschaftliche Nachteile befürchten, wenn ihre Planungen frühzeitig bekannt werden. Da die meisten Kommunen die Bedeutung regionaler Netze und Informationssysteme inzwischen erkannt haben, werden in fast allen Großstädten z.Z. Betreibergesellschaften gegründet.


In den nachfolgenden Unterkapiteln werden die mir bekannten Projekte nach verschiedenen Gesichtspunkten klassifiziert und aufgezählt. Anschließend wird auf einige Projekte detaillierter eingegangen. Die bei der Fragebogenaktion erhobenen Daten werden im Anhang A.1. ab Seite 154 im Detail dargestellt.








  
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